Beitrag Aicher/Kalka/Scherer

Transiente Temperaturentwicklung in Brettschicht-Holz mit verdeckt und nicht verdeckt eingeklebten Stahlstangen

Simon Aicher, Dirk Kalka, Ralf Scherer

ZUSAMMENFASSUNG:.

Ein kürzlich abgeschlossenes Europäisches Forschungsvorhaben betreffend in Holz eingeklebter Stahlstangen (GIROD) – mit Beteiligung des Fachbereichs Holz des Otto-Graf-Instituts – zeigte einen in dieser Ausprägung nicht erwarteten großen festigkeitsmindernden Einfluss erhöhter Temperaturen. Dies beeinflusst insbesondere auch das Zeitstandverhalten der Verbindungen. Das maximale Temperaturniveau, das im Gebrauchszustand auf Verbindungen mit eingeklebten Stangen einwirkt, definiert somit Leistungsanforderungen an die Schubmodul-Temperaturbeziehung und an die Glasübergangstemperatur geeigneter Klebstoffe.
Die heute in der Praxis vorherrschende Meinung ist, dass verdeckt in das Innere eines Brettschichtholzquerschnitts eingeklebte Stangen infolge der niedrigen Wärmeleitfähigkeit und Wärmekapazität von Holz beträchtlich niedrigeren Temperaturen im Vergleich zum einwirkenden Umgebungsklima ausgesetzt sind. Der Aufsatz berichtet über einige experimentelle und rechnerische Ergebnisse, die belegen, dass abhängig von der Querschnittsdicke lediglich eine schwache Reduzierung der Spitzentemperaturen verbunden mit einer ausgeprägten Phasenverschiebung gegenüber den Außentemperaturen, die näherungsweise sinusförmig über den Tag variieren, vorliegt.

 


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