Beitrag Aicher/Finn

Queranschlüsse im Holzbau - ein Vergleich von Bemessungsansätzen

Simon Aicher, Rüdiger Finn

ZUSAMMENFASSUNG:.

In dem vorliegenden Aufsatz wird über die Bemessung von Queranschlüssen an Holzträger berichtet. Solche Verbindungen sind sehr spaltempfindlich und in den überwiegenden Fällen wird die Tragfähigkeit des Anschlusses durch die Zugbeanspruchbarkeit rechtwinklig zur Faserrichtung und nicht durch die Schertragfähigkeit der stiftförmigen Verbindungsmittel bestimmt. Die Bemessungsmodelle für derartige Anschlüsse betreffend Querzugbeanspruchbarkeit lassen sich in Festigkeitsnachweise und in linear bruchmechanische Modelle gliedern. Eine Bemessung basierend auf der Zugfestigkeit rechtwinklig zur Faserrichtung ist in der Neufassung der DIN 1052:2004 implementiert. Die Vorgehensweise entspricht weitgehend dem quasi-genormten Bemessungsprocedere im Rahmen der noch gültigen "alten" deutschen Holzbaunorm, die auf zulässigen Spannungen beruht. Im Gegensatz dazu enthält der Eurocode 5 ein bruchmechanisch basiertes Bemessungsmodell.

In dem Beitrag wird ein spezieller Verbindungstyp mit einer in einen Brettschichtholzträger eingeschlitzten und mittels Stabdübeln angeschlossenen Stahlplatte betrachtet, und es werden die Bemessungswerte der Anschlusstragfähigkeiten nach den unterschiedlichen Normvorschriften ermittelt. Als Parameter werden die Anzahl und die Reihen der Verbindungsmittel variiert. Von besonderem Interesse sind Konfigurationen mit großen effektiven Anschlusshöhen, d. h. mit einem großen Abstand des am weitesten innenliegenden Stabdübels vom belasteten Trägerrand. Ungeachtet einer vergleichsweise guten Übereinstimmung bei kleineren effektiven Anschlusshöhen sind abhängig vom Bemessungsmodell teilweise merkliche Unterschiede bei größeren Verhältnissen von effektiver Anschlusshöhe zu Trägerhöhe festzustellen.

 


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