Beitrag Küenzlen/Eligenhausen

Tragverhalten von Befestigungen mit Schraubdübeln

Jürgen H. R. Küenzlen, Rolf Eligehausen

ZUSAMMENFASSUNG:.

Schraubdübel sind ein relativ neues Befestigungssystem. Ihr großer Vorteil liegt in der einfachen und schnellen Montage. Es wird ein Loch in den Beton gebohrt, in das der Schraubdübel beim Setzen ein Gewinde schneidet. Schraubdübel werden in Durchsteckmontage gesetzt.
Schraubdübel übertragen eine angreifende Zuglast über mechanische Verzahnung der Gewindeflanken, die in die Bohrlochwand einschneiden, in den Untergrund. Aufgrund ihres Tragmechanismus sind bauaufsichtlich zugelassene Schraubdübel für Befestigungen im ungerissenen und gerissenen Beton geeignet.
Das Versagen erfolgt durch Betonausbruch, wobei mit zunehmender Verankerungstiefe das Verhältnis von Tiefe des Ausbruchkegels zu Verankerungstiefe abnimmt. Die Bruchlast steigt bei Schraubdübeln mit einem über die gesamte Verankerungstiefe durchgehende Gewinde proportional zu hef1,5 an (hef = Verankerungstiefe), jedoch ist sie unter sonst gleichen Verhältnissen ca. 20 % niedriger als die Betonausbruchlast von Spreiz- und Hinterschnittdübeln.
Damit Schraubdübel ordnungsgemäß funktionieren, dürfen die in den Beton geschnittenen Gewindegänge nicht während der Montage beschädigt werden. Diese Bedingung wird bei Einhaltung der in den bauaufsichtlichen Zulassungen festgelegten Verankerungstiefe eingehalten.

 


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