Beitrag Aicher/Höfflin/Behrens

Eine Studie zur Zugfestigkeit von Keilzinkenverbindungen in Brettlamellen aus Buchenholz

Simon Aicher, Lilian Höfflin, Wolfgang Behrens

ZUSAMMENFASSUNG:

Buchenholz, eine Holzart mit hohen Festigkeits- und Steifigkeitseigenschaften, wird heute nahezu ausschließlich für nichttragende Zwecke eingesetzt. Die potenzielle Nutzung von Buche für tragende Verwendungen im Bauwesen und hierbei für Brettschichtholz hat in jüngerer Zeit aus mehreren Gründen erhöhte Bedeutung für den deutschen Forst erfahren. Dieser Trend wird sich in Zukunft infolge beträchtlicher Verschiebungen in der Aufforstungspolitik hin zu größeren Buchenbeständen noch verstärken.
Dieser Aufsatz berichtet über einige Ergebnisse einer Pilotstudie zur Zugfestigkeit und diesbezügliche Dichte- und Steifigkeitskorrelationen von Keilzinkenverbindungen mit Buchenlamellen. Die Längssteifigkeiten der Lamellen, die aus sechs verschiedenen Stämmen geschnitten waren, wurden mit den beiden Methoden - Ultraschall-Wellengeschwindigkeit und Längenänderungsmessung im Zugversuch - bestimmt. Die Ergebnisse beider Methoden waren hoch korreliert. Zum Teil wurden extreme Unterschiede in den Steifigkeits- Dichtekorrelationen zwischen unterschiedlichen Stämmen erhalten.
Bei Ausschluss von Brettlamellen zweier Stämme, die eine hohe Faserabweichung aufwiesen, wurde eine mittlere Keilzinkenzugfestigkeit von 70 11 N/mm2 erhalten. Die Gesamtheit aller Keilzinkenverbindungen der Pilotstudie ergab einen Korrelationskoeffizienten von R = 0,67 für den Zusammenhang der Keilzinkenzugfestigkeit mit dem Zugelastizitätsmodul in Lamellenlängsrichtung des schwächeren Fügeteils. Die Versuche zeigten die hohe Festigkeitsrelevanz von Faserabweichungen der Fügeteile auf, die jedoch bei dieser speziellen Holzart äußerst schwer im Rahmen eines visuellen Sortierprozesses bestimmbar sind.

 


Den kompletten Artikel zum runterladen gibt es HIER ( 886 KB )