Beitrag Hansen/Volland/Krause/Zoeltzer

Vorkommen und Bestimmung von phosphororganischen Verbindungen in Hausstaub und Raumluft

D. Hansen, G. Volland, G. Krause, D. Zoeltzer

ZUSAMMENFASSUNG:

Mit der vorliegenden Arbeit werden die Ergebnisse der Bestimmung von Tris(2-chlorethyl)-phosphat [TCEP], Tris(2-butoxyethyl)-phosphat [TBEP], p-Triskresylphosphat (p-TKP) und Triphenylphosphat [TPP] in den Innenraummedien Hausstaub und Raumluft öffentlicher Gebäude vorgestellt. In diesen Gebäuden, die teilweise großflächige verbaute TCEP-haltige Bauprodukten aufweisen, treten TCEP Konzentrationen im Hausstaub bis 2200 mg/kg auf. In der parallel dazu erfassten Innenraumluft dieser Gebäude können die TCEP-Gehalte bis ca. 4 mg/m³ nachgewiesen werden. In nicht belasteten Innenräumen sind TCEP-Raumluftgehalt von < 0,01 bis 0,03 mg/m³ nachweisbar. Die Verbindungen TBEP und TPP sind in der Raumluft in relevanten Konzentrationen (>0,05 mg/m³) nicht nachzuweisen. In Stäuben aus Gebäuden mit TBEP- oder TPP-haltigen Baustoffen oder Gebrauchsgütern lassen sich im Staub Gehalte zwischen 100 und 1300 mg/kg finden. Für die hygienische Beurteilung einer TCEP-Belastung im Innenraum müssen nach unserer Ansicht beide Expositionspfade - Raumluft und Hausstaub - herangezogen werden. Andere POC mit entsprechend höheren Siedepunkten können nach Klärung der Fragen hinsichtlich des Einflusses der Quelle (POC in Fußbodenpflegemittel; Sekundärkontamination des Fußbodens) auf den Gehalt im Staub nur über den Expositionspfad Hausstaub beurteilt werden.

 


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