Beitrag Aktas/Laskowski/Volland

BESTIMMUNG DES PORTLANDITANTEILS UND ANDERER ZEMENTINHALTSSTOFFE IN ZEMENTSTEIN NACH AUSPRESSEN VON PORENWASSER UNTER HOHEM DRUCK

 

Mine Aktas, Christina Laskowski, Gerhard Volland

ZUSAMMENFASSUNG:

Die vorliegende Arbeit zeigt, daß durch Auspressen von Porenwasser mit hohem Druck aus Zementstein mit unterschiedlichen Wasser/Zement-Werten die Gesamtmenge an Porenwasser ausgepreßt werden kann. Der Fehler bei der Bestimmung der Gesamtwasserbilanz (Hydratwasser plus freies Porenwasser) liegt für einen Zementstein mit einem Wasser/Zement-Wert von 0,50 unter 5 %. Die Ionenbilanzen der ausgepreßten Porenlösungen belegen, daß mit hoher Wahrscheinlichkeit das so erhaltene Porenwasser die Verhältnisse im Porenwasser im Zementstein richtig widerspiegeln. Mit dem nahezu vollständigen Auspressen von Porenwasser bei hohem Druck und Raumtemperatur ist es möglich alle gelösten Salze im Porenwasser, einschließlich des Ca(OH)2 ohne Störungen des Gleichgewichtszustands der Salze im Porenwasser aus dem Zementstein zu entfernen. Die Kombination von Auspressen und Differentialthermoanalyse erlaubt die Bestimmung des Protlanditanteils im Zementstein bei einem w/z-Wert von 0,50. Die Röntgenbeugungsspektren der Zementsteinproben bestätigen die Ergebnisse der DTA und zeigen, daß die Gehalte von Portlandit im Zementstein mit dem w/z-Wert korrelieren. Das Verfahren erlaubt es die Einflüsse von Ca(OH)2 im Porenwasser auf die Hydratation von Portlandzement bei der Bestimmung der Phasenanteile zu minimieren.

 


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