Zertifizierungsstelle Druckgeräte

Die Zertifizierungsstelle der MPA ist im Geltungsbereich des Produktsicherheitsgesetzes (ProdSG) und der Europäischen Richtlinie 2014/68/EU für Druckgeräte (Druckgeräterichtlinie – DGRL) eine Notifizierte Stelle für Druckgeräte, an die ein Prüflabor angeschlossen ist. Die Erteilung der Befugnis durch die „Zentralstelle der Länder für Sicherheitstechnik“ (ZLS) lässt die MPA für folgende Aktivitäten zu:

  • Zertifizierung von Verfahren nach DGRL Anhang III:
        
    - Überwachung der Druckgeräteprüfungen (Modul A2)
         - EU-Baumusterprüfung (Modul B, Baumuster und Entwurfsmuster)
         - Konformität mit der Bauart (Modul C2)
         - Prüfung der Druckgeräte (Modul F)
         - Einzelprüfung (Modul G)
  • Zulassung von Arbeitsverfahren für dauerhafte Verbindungen an Druckgeräten
    nach DGRL Anhang I Nr. 3.1.2
  • Erstellen von Einzelgutachten für Werkstoffe nach DGRL Anhang I Nr. 4.2.c)

Die MPA steht mit ihrer Zertifizierungsstelle zusammen mit dem Prüflabor als kompetenter Partner in Fragen der Konformitätsbewertung von Druckgeräten zur Verfügung. Die Angebote und Leistungen der MPA richten sich an Hersteller von Druckgeräten oder druckführenden Baugruppen (Druckbehälter, Rohrleitungen, Dampferzeuger), die in der Europäischen Union in Verkehr gebracht werden sollen und die mit einem maximal zulässigen Druck > 0,5 bar in den Anwendungsbereich der DGRL fallen.

Die MPA besitzt auf dem Gebiet der Auslegung und der Sicherheitsnachweise von druckführenden Bauteilen eine jahrzehntelange Erfahrung. Diese umfasst einerseits das erforderliche Expertenwissen im Bereich der Experimentellen Auslegungsmethoden (Druckfestigkeitsprüfungen, Prüfungen zum Kriech- und Ermüdungsrisiko, ergänzende Prüfungen hinsichtlich besonderer Einwirkungen wie Korrosion und aggressive Einwirkungen von Außen) und andererseits die Voraussetzungen und Möglichkeiten zur Anwendung von Berechnungsmethoden (Analyse- und bruchmechanische Verfahren).

Die MPA hat sich maßgeblich an der Erstellung von Vorschriften und Normen im Bereich Auslegung und Berechnung, Werkstoffe und Prüfung beteiligt. Die Basis hierfür bilden zahlreiche Forschungsarbeiten der MPA im Hinblick auf das Verhalten von Werkstoffen und Bauteilen bei Innendruckbeanspruchung und unterschiedlichen Umgebungsbedingungen zur Verbesserung des Verständnisses der Versagensprozesse und der sicherheitsorientierten Festigkeitsberechnung. Die Tätigkeit in diesem Arbeitsfeld umfasst auch Abnahmeprüfungen an Werkstoffen und daraus gefertigten Erzeugnissen in den Herstellerwerken und gegebenenfalls auf Baustellen. Vor diesem Hintergrund ist die Tätigkeit der MPA im Rahmen der Konformitätsbewertungsverfahren nach DGRL eine kontinuierliche Fortsetzung der Arbeiten auf diesem Gebiet.

 

Ermittlung von Zeitstandwerten

 

 Ermittlung von Zeitstandwerten                          mfeste Werkstoffe im Rahmen von Werkstoffeinzelgutachten

 

Ermittlung von Zeitstandwerten für warmfeste Werkstoffe für harmonisierte Normen, europäische Werkstoffzulassungen für Druckgeräte und für Werkstoffeinzelgutachten (DGRL Anhang I Abschnitt 4)

Weitere Informationen
 Ansprechpartner

Leitung der Stabsstelle

Herr Dipl.-Ing. J. Böse

 ++49 (0)711/685-62574
 ++49 (0)711/685-62761
 

Herr Dr.-Ing. D. von Mirbach

 ++49 (0)711/685-63913
 ++49 (0)711/685-63901