Abteilung

F&E im Bauwesen

Erforschung gesellschaftlich relevanter Themenstellungen wie Mobilität, nachhaltiger Ressourceneinsatz und Wohnraum

Ihr kompetenter Partner

Ressourcenverknappung und Klimawandel erfordern eine Neuausrichtung der Stoffwirtschaft hin zu nachhaltigen Produktionsprozessen. Im Zeitalter knapp werdender Ressourcen tragen wir große Verantwortung, nachhaltige Produkte zu entwickeln, die unsere Umwelt schonen. Es gilt daher, zukünftig auf nachwachsende Rohstoffe, Kreislaufwirtschaft und energetisch flexible Verfahren zu setzen.

Die Referate der Abteilung F&E im Bauwesen

Klima, Komfort, Schadstoffbelastung

Wir forschen für Sie im Bereich Innenraumqualität sowohl in Hinblick auf Komfort- als auch Gesundheitsaspekte. Dies ist eine zentrale Fragestellung der Energiewende für Neubau und renovierte Bestandsgebäude und wird durch die immer dichteren Gebäudehüllen erforderlich. Im Fokus stehen sowohl moderne Materialien für die hocheffiziente Wärmedämmung sowie der Feuchte- und Temperaturspeicherung, als auch die Identifikation von gasförmigen und partikulären Schadstoffen in Innenräumen.

Ihr Ansprechpartner: Dr. Jürgen Frick

Verkehrsinfrastruktur

Deutschland besitzt eine der leistungsfähigsten Verkehrsinfrastrukturen in Europa. Diese stellt die Grundvoraussetzung für eine hohe Mobilität, die ihrerseits Voraussetzung für ein wirtschaftliches Wachstum, für Beschäftigung und Teilhabe der Einzelnen am gesellschaftlichen Leben ist. Dabei kommt der Erhaltung der kontinuierlich gewachsenen Infrastruktur eine zentrale Bedeutung zu, da infolge wachsender Beanspruchungen und ungünstiger werdender Altersstruktur der Straßen- und Brückensubstanz die Beeinträchtigungen der Verkehrswegenetze immer größer werden. Mit Vordenkern, Visionären und Wissenschaftlern stellt sich das Referat diesen neuen Herausforderungen und sendet somit die richtigen Signale für die Partner aus Industrie und Wirtschaft.

Ihr Ansprechpartner: Dr. Oliver Mielich

Green Engineering

Ihr Ansprechpartner: Dr. Simon Aicher

Aufgaben und fachliche Schwerpunkte

Laufende Projekte

  • Wirschaftlichkeitsuntersuchungen an Bauweisen mit Betondecke der Belastungsklasse Bk100
  • Betonfahrbahn 4.0 (BASt)
  • Kriechen von SAP-modifizierten Betonen
  • EU-Projekt SensMat
  • KomZet-SHL

Abgeschlossene Forschungsprojekte seit 2015

  • WALL-ACE - Novel Nanomaterials Efficient systems (EU Horizon 2020), https://www.wall-ace.eu/ 
  • HOME Skin - Thinner Insulation Systems (EU Horizon 2020), https://homeskin.net/ 
  • Low Embodied Energy Insulation Materials
  • Kriechen von Beton unter Einfluss einer Alkali-Kieselsäure-Reaktion
  • Diagnose, Aufbruch, Aufbereitung und Verwertung von AKR-geschädigten Fahrbahndeckenbetonen
  • Verbund zwischen Stahl und Beton unter Brandeinwirkung

Raumklimastabilisierung zum Erhalt der durch anthropogene Umwelteinflüsse im Bestand gefährdeten Wandmalereien in der Kirche St. Georg (UNESCO - Weltkulturerbe Klosterinsel Reichenau) – DBU AZ: 32712/01

Ein interdisziplinäres Team aus Denkmalpflege, Konservierungs-, Natur- und Ingenieurwissenschaften untersuchte die Gefährdungspotenziale für die frühmittelalterlischen Wandmalereien infolge von Klimaschwankungen. Messungen zu den Belastungen durch Salze, mikrobiellen Befall und Staubpartikel erbrachten weitreichende Erkenntnisse zu den Schadensmechanismen. Ein Raumluftmonitoring gab unter anderem Aufschluss über die Zusammenhänge von Staubbelastung und Besucherintensität. Hauptbestandteil des Projektes war ein Klimamonitoring und eine darauf basierende, kontrollierte Konditionierung der Raumklimaverhältnisse in Krypta und Mittelschiff als Beitrag zum langfristigen Erhalt der Wandmalereien.

Weitere Informationen: https://www.denkmalpflege-bw.de/denkmale/projekte/bau-und-kunstdenkmalpflege/restaurierung/st-georg-reichenau/st-george-reichenau/

Publikation: https://www.baufachinformation.de/unesco-weltkulturerbe-reichenau/buecher/247360

EU Horizon 2020 Projekt: SensMat - Präventive Lösungen für sensible Materialien von beweglichem Kulturgut

Präventive Konservierung ist ein wichtiger Ansatz für die langfristige Erhaltung des kulturellen Erbes, insbesondere für Artefakte die derzeit unter ungeeigneten Umweltbedingungen in kleinen und mittleren EU-Museen ausgestellt werden. Ziel von SensMat ist die Entwicklung und Implementierung innovativer, kostengünstiger und benutzerfreundlicher Monitoring Tools, einschließlich einer Entscheidungshilfe für das Museumsmanagement und des für die Sammlungserhaltung zuständigen Personals. Das internationale und interdisziplinäre SensMat Konsortium umfasst 18 Partnern aus fünf europäischen Ländern. Das SensMat-Konzept basiert auf neuen, kostengünstigen Sensorsystemen und innovativen Daten- und Kommunikationsnetzwerken (IoT), die Sammlungsumgebungen überwachen und spezifische Materialdegradation kontinuierlich bewerten. Die MPA leitet das Arbeitspaket multiskalige Modellierung, das die die Grundlage zur Erkennung von Degradationsrisiken erarbeitet und die entwickelten Monitoring Systeme validiert. Repräsentative Fallstudien in Museen, historischen Gebäuden, Depots und Werkstätten (in Dänemark, Frankreich und Österreich) dienen zur Erprobung im realen Museumskontext. Relevante Akteure aus Kulturinstitutionen, regionalen Verbünden, Zertifizierungsorganisationen, Akademien, Museen und Industrieunternehmen werden einbezogen.

Projektlaufzeit: 1.1.2019 bis 28.2.2022.

Weitere Informationen: https://www.sensmat.eu/

KomZet SHL BW - Errichtung und Betrieb eines (virtuellen) Kompetenzzentrums Markt- und Geschäftsprozesse Smart Home & Living Baden-Württemberg

Das Kompetenzzentrum Smart Home & Living soll die zentralen Aspekte abdecken, um den Markt Smart-Home & Living in Baden-Württemberg für die relevanten Marktpartner auf Angebots- und Nachfrageseite zu erschließen und die Einführung von Smart-Home & Living-Lösungen in allen Regionen und bei den wichtigen Zielgruppen voran zu treiben. Hierzu sollen die folgenden Teilprojekte einen Beitrag leisten:

Ein Geschäftsmodell-Inkubator zur Generierung von Geschäftsmodellen

Ein zentrales Hemmnis bei der Verbreitung von SHL-Lösungen liegt in der fehlenden Kenntnis passender Geschäftsmodelle, die Partner aus Wohnungswirtschaft, Handwerk und Sozialunternehmen über Kooperationen nutzen können. Hier sollen mit einem speziell entwickelten Geschäftsmodellinkubator bestehende Defizite beseitigen.

Ein Smart-O-Mat als Beratungshilfe für Anbieter und Kunden

Ein zweites Teilprojekt hat die Aufgabe mit dem Smart-O-Mat ein Instrument zu entwickeln, das potenzielle Nutzer von SHL-Lösungen über deren Funktionalitäten aufklärt, wobei der Kunde je nach seinen Präferenzen die zu ihm passende Lösung vorgeschlagen bekommt. Vorbild ist hierbei der bekannte Wahl-O-Mat.

Eine Kommunikationsplattform zur Information über SHL-Lösungen

Die Teilprojekte, Geschäftsmodell-Inkubator und Smart-o-Mat liefern Erkenntnisse und Ergebnisse, die im Teilprojekt Information und Kommunikation an alle relevanten Beteiligten vermittelt werden. Zielgruppen sind sowohl Anbieter als auch Nutzer von SHL-Lösungen. Dazu gehören Privatpersonen, aber auch Institutionen, die im Bereich betreutes Wohnen oder der Unterstützung hilfsbedürftiger Menschen tätig sind sowie weitere Nutzer im gewerblichen Bereich sowie potenzielle Anbieter von SHL-Lösungen wie Handwerker, Planer, Architekten und Sozialunternehmen.

Schulungen für Beschäftigten in Handwerk und Wohnungswirtschaft

Da aufgrund von Vorerfahrungen zwar geschulte Fachkräfte am Markt tätig sind, in der Breite jedoch Kenntnisse bei den Beschäftigten von Handwerk und Wohnungswirtschaft nicht in ausreichendem Maße vorhanden sind, ist ein Teilprojekt auf die Qualifizierung dieser Zielgruppen ausgerichtet.

 

Projektdauer: 9.8.2019 bis 28.2.2022. Das Vorhaben wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg gefördert.

Weitere Informationen: https://www.etz-stuttgart.de/das+etz/Wir+%C3%BCber+uns/Projekte/KomZet+SHL+BW.html

 

Kontakt

Jürgen Frick
Dr. rer. nat.

Jürgen Frick

Stellvertretender Abteilungsleiter / Referatsleiter

Oliver Mielich
Dr.-Ing.

Oliver Mielich

Referatsleiter

Simon Aicher
Dr. rer. nat.

Simon Aicher

Abteilungsleiter

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