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Japan, Südafrika, Indien, USA, Großbritannien, Tschechien, Dänemark und Deutschland – die über 100 Teilnehmer des diesjährigen MPA-Seminars (17. und 18. Oktober, Filderhalle Leinfelden) kamen z.T. von weit her, um sich über die neuesten Forschungsergebnisse im Bereich Werkstoffe für die Energietechnik, Lebensdauerbewertung und neue Fertigungstechnologien zu informieren. Der MPA, in Kooperation mit dem VGB PowerTech e.V. und dem FDBR e.V., war es erneut gelungen, mit nationalen und internationalen Referenten ein interessantes und ansprechendes Vortragsprogramm zusammenzustellen.

Zum ersten Mal auf der Agenda des Seminars stand ein Vortragsblock zur additiven Fertigung. Es wurden Aspekte wie z.B. Anforderungen der Industrie sowie das Verhalten und die Bewertung von additiv gefertigten Bauteilen erläutert und diskutiert. „Die sehr gute Resonanz zu diesem Themenblock seitens der Teilnehmer hat uns gezeigt, dass wir mit diesem neuen Fokus auf dem richtigen, zukunftsfähigen Weg sind“ sagte Prof. Stefan Weihe im Anschluss.

Auch die traditionellen Themen des MPA-Seminars, wie Hochtemperaturwerkstoffe, Stähle und Lebensdauerbewertung im Bereich Energietechnik fanden nicht nur in den insgesamt 45 Vorträgen regen Zuspruch, auch die Pausen wurden intensiv von den Teilnehmern genutzt, um das Gehörte zu diskutieren oder direkte Nachfragen bei den Referenten zu stellen.

Am Abend des ersten Veranstaltungstages stand zunächst die Verleihung des „Best Paper Awards“ für die MPA-Doktoranden auf dem Programm. Diese hatten zuvor in einer eigenen Session ihre Forschungsergebnisse dem Publikum präsentiert. In einer sehr knappen Entscheidung wurde die Präsentation von Moritz Käß zum „Selective Laser Melting“-Verfahren (SLM) von den Konferenzteilnehmern zum Sieger gekürt. Ihm überreichte Dr. Jörg Bareiß, Vorsitzender des Förderkreis Materialprüfungsanstalt (MPA) Universität Stuttgart e.V., einen Scheck über 500,-€.

Moritz Käß (links) und Dr. Jörg Bareiß bei der Scheckübergabe 
Moritz Käß (links) und Dr. Jörg Bareiß bei der Scheckübergabe

Es folgte mit der Verleihung der Carl von Bach-Medaille an Dr. Roland Herzog (MAN Energy Solutions, Oberhausen) der Höhepunkt des Abends. In seiner Laudatio stellte Prof. Stefan Weihe die besonderen Verdienste Dr. Herzogs in den Gebieten Werkstofftechnik, Materialprüfung und Festigkeitsberechnung in Verbindung mit der MPA heraus.

Überreichung Carl von Bach-Medaille und Urkunde von Prof. Stefan Weihe an Dr. Roland Herzog 
Prof. Stefan Weihe (rechts) überreicht die Carl von Bach-Medaille und die Urkunde an
Dr. Roland Herzog

Als letzten Programmpunkt erlebten die Teilnehmer eine Premiere: Im ersten MPA-Seminar Science Slam präsentierten Moritz Zaiss (Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik, Tübingen), Philipp (Max-Planck-Institut für Physik, München) und Martin Werz (MPA Universität Stuttgart) auf sehr unterhaltsame, witzige und direkte Art ihre Forschungsbereiche, was beim Publikum sehr gut ankam. Am besten bewertet wurde der Slam von Moritz Zaiss, der die Behauptung aufstellte „Man sieht nur mit dem Kernspin gut“.

Moritz Zaiss begeisterte bei seinem Beitrag zum Science Slam 
Moritz Zaiss begeisterte die Zuschauer mit seinem Beitrag zum Science Slam

Zufrieden zeigte sich auch Dr. Andreas Klenk mit der Veranstaltung: „Die vielen positiven Rückmeldungen und intensiven Gespräche mit Vertretern aus Industrie und Forschung haben uns wiederum in unserem Seminar-Konzept bestärkt“.

Zur Seminar-Homepage: 44.MPA-Seminar